Fremdwährungen und internationale Zahlungen: 7 Möglichkeiten für KMU im deutschen Sprachraum

Fremdwährungen und internationale Zahlungen für KMU im deutschen Sprachraum
  • Internationale Zahlungen
  • Währungswechsel

Fremdwährungen und Devisengeschäfte sind in vielen KMU ein relevantes Thema: KMU im deutschsprachigen Raum liegen mit ihren Exportquoten weit über dem EU Schnitt von 10%, zudem bezieht eine wachsende Anzahl Unternehmen regelmäßig Waren und Dienstleistungen aus dem Ausland bzw. aus Übersee.

Es gibt eine Vielzahl Möglichkeiten Devisen zu handeln – die Konditionen sind oft versteckt und intransparent. Aus diesem Grund vergleichen wir in diesem Artikel 7 Möglichkeiten für KMU ihre Fremdwährungsgeschäfte abzuwickeln.

Über die folgenden Anbieter können KMU Fremdwährungen handeln:

  • amnis
  • iBanFirst
  • Paysend
  • Ebury
  • Revolut
  • Wise
  • Hausbank

Um sich als Unternehmen für den richtigen Partner für Fremdwährungsgeschäfte zu entscheiden, sollten die folgenden zehn Kriterien berücksichtigt werden:

  1. Wie hoch sind die Gebühren? Viele Angebote auf dem Markt sind intransparent und abhängig vom Volumen der jeweiligen Einzeltransaktion.
  2. Welche Währungspaare können gehandelt werden? Eine große Bandbreite an Währung lässt keine Tür verschlossen.
  3. Wickelt die Plattform den Zahlungsverkehr ab? Einige Angebote beschränken sich auf den Geldwechsel, dies erfordert eine zusätzliche Transaktion zwischen der Hausbank und dem jeweiligen Anbieter/in, andererseits jedoch auch ein zusätzliches Fremdwährungskonto und den damit verbundenen Kosten. Neben den Kosten geht auch wertvolle Zeit verloren.
  4. Gibt es eine Möglichkeit, Zahlungen via Payment-File hochzuladen (Pain.001)? Das ist insbesondere dann ein sehr wichtiger Punkt, wenn Sie viele Zahlungen haben oder die Zahlungen in einem ERP / Buchhaltungssystem vorbereitet werden.
  5. Können die Zahlungsinformationen via Standard-File exportiert werden? Camt.053 ist der europäische Standard für die Kommunikation zwischen Zahlungsinstituten und Buchhaltungs-Lösungen. Damit wird die Verbuchung von Zahlungstransaktionen vereinfacht.
  6. Bestehen Anbindungen an Drittsysteme? Moderne Systeme kommunizieren untereinander. Damit verringert sich der administrative Aufwand zusätzlich.
  7. Was ist die Zielgruppe der Lösung und gehöre ich mit meinem Unternehmen dazu? Ein entscheidender Punkt für die Wahl der richtigen Lösung.
  8. Gibt es die Möglichkeit für kostenlose Peer-Zahlungen? Damit kann jedes Unternehmen sein individuelles Zahlungs-Netzwerk aufbauen und Zahlungen innerhalb von wenigen Sekunden kostenlos über den ganzen Globus versenden.
  9. Bietet die Lösung auch IBAN-Konten für den Empfang von eingehenden Zahlungen an? Umsätzen in neuen Märkten und einer internationalen Expansion steht nichts im Wege und gleichzeitig können Kosten optimiert werden.
  10. Welche weiterführenden Dienstleistungen bietet die Lösung? Sind beispielsweise Absicherungsgeschäfte, Devisenswaps und Termingeschäfte möglich?

Nachfolgend haben wir für Sie einen umfassenden Vergleich der wichtigsten Angebote für KMU zusammengestellt:

  amnis iBanFirst Paysend Ebury Revolut Wise Hausbank
Transparenz und Planbarkeit Transparente Fixpreise (0,2 – 0,4%) Preise auf Webseite nicht auffindbar 1,4 – 2,8% Preise auf Webseite nicht auffindbar Intransparent abhängig vom gewählten Paket Intransparent abhängig vom gewählten Paket Teuer oft intransparent
Handelbare Währungen > 150 > 30 > 27 > 130 > 50 > 150 je nach Bank
Verfügbarkeit / Handelszeiten 24/7 24/5 24/5 24/5 24/7 24/7 Bürozeiten
Zahlungsverkehr Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
File Upload/Export Ja/Ja (ab Q4 2021) Nein/Nein Nein/Nein Ja/Nein Nein/Nein Nein/Nein Ja/Je nach Bank
Anbindungen an Drittsysteme Ja Ja Ja Ja (Fokus: UK) Ja (Fokus: UK) Ja (Fokus: UK) Teilweise möglich
Fokus KMU Große Unternehmen Privatkunden + KMU KMU Privatkunden + Kleinunternehmen Privatkunden + Freelancer Privatkunden + KMU + Große Unternehmen
Weltweit kostenlose Peer-Zahlungen Ja Nein Nein Ja (nur 24/5) Ja Nein Nein
Mehrere User Ja Ja Ja Ja Ja Ja Je nach Bank
Eigene IBAN’s Ja (kostenlos) Ja Ja Ja Nein
(UK Kontonummer)
Nein
(UK Kontonummer)
Ja
(zusätzl. Kosten)
Sonstige Dienstleistungen Ja Ja Geplant Ja Geplant Nein Je nach Bank

1. amnis – die digitale End-to-End Lösung für den internationalen Zahlungsverkehr in KMU

amnis hat den Anspruch, Unternehmen die einfachste, schnellste und günstigste Plattform für internationale Zahlungen zur Verfügung zu stellen. Um diesem hohen Anspruch gerecht zu werden, werden Devisengeschäfte konsequent aus Unternehmenssicht gedacht und die Lösung setzt da an, wo Unternehmen effektiv mit Drittwährungen in Berührung kommen: bei der Bezahlung von Rechnungen in Fremdwährungen und dem Empfang von Kundenzahlungen.

Die Wechselkurs-Aufschläge sind dabei, anders als bei den meisten anderen Anbietern, pro Kund:in fix – egal ob an einem Tag 500 EUR gewechselt werden und am nächsten Tag 500’000.

Über amnis können sämtliche handelbaren Währungen weltweit abgebildet und die Wechselkurse beliebig viele Tage im Voraus fixiert werden. Bei amnis ist es möglich, auch übers Wochenende Devisen zu handeln (24/7) und mit eigenen Fremdwährungskonten Zahlungen in 20+ Währungen aus über 180 Ländern zu empfangen. Zudem bietet amnis ein Peer-to-Peer Netzwerk, mit welchem kostenlose Echtzeit Überweisungen jederzeit möglich sind.

Erfahren Sie mehr über amnis‘ Lösungen oder kontaktieren Sie einen FX-Experten bei weiteren Fragen.

2. iBanFirst – für größere Unternehmen mit Fokus auf vielen Zahlungen

iBanFirst hat sich in den letzten Jahren als Partner für größere Unternehmen etabliert, wobei Devisenmargen nicht transparent sind und von Kunde zu Kunde variieren.

Zu den Pluspunkten zählt die Nachverfolgung von Zahlung mit Hilfe eines „Payment Tracker“ und die Möglichkeit, Festgelder mittels eines Partner abzuschließen. Kunden können Termingeschäfte abschließen, jedoch ist hier die Transparenz der Terminpunkte nicht gegeben. Sammelzahlungen sind im Angebot nicht inkludiert und auch die Anbindung an Buchhaltungssystemen ist derzeit nur in limitierter Form verfügbar bzw. möglich. Preise und Konditionen sind trotz des Transparenzversprechens nur auf Anfrage zu erhalten und Kunden sind zur Umsetzung von Termingeschäften immer auf eine dritte Person angewiesen.

3. Paysend – Eine einfache Lösung mit Fokus auf Privatkunden

Paysend hat sich auf das unkomplizierte Senden von Geld für Privatkunden spezialisiert. Dabei kann das Geld per Bankkarte, Bankkonto oder auch Handynummer gesendet werden. Auch eine eigene App wurde entwickelt. Für Firmenkunden stehen Multi IBAN-Konten und eine API oder B2C Online Payment Processing für verschiedene Zahlungsmethoden zur Verfügung.

Pro Zahlung fällt eine hohe Gebühr von 1,4% (Domestic) bzw. 2,8% (International) des Volumens an. Für eingehende Online Zahlungen ist mit Gebühren ab 1,4% zu rechen.

4. Ebury – What borders?

Mit Zweigstellen in über 24 Ländern zählt Ebury zu den „global Players“. Wie viele andere Unternehmen im Devisenbereich ist der Firmensitz in Großbritannien. Neben IBANs bietet das Unternehmen Absicherungslösungen und globalen Zahlungsverkehr an. Trotz seiner Vorreiterrolle in der Devisenwelt mangelt es an Transparenz und es gibt keine klaren Versprechen an Kunden.

Der Fokus des Unternehmens liegt auf Kunden mit mittleren bis hohen jährlichen Devisenvolumen.

5. Revolut – die britische Challengerbank

Revolut ist eine der beliebtesten Smartphone-Bank in Europa. Privatpersonen schätzen die kostenlose Debitkarte und die günstigen Wechselkurse für Kleinstbeträge.

Mit Revolut Business bietet das Unternehmen auch ein Angebot, das sich explizit an Unternehmenskunden richtet: Das Geschäftskonto ist Multi-Währungsfähig und, je nach gewähltem Premium-Plan, gibt es einen limitierten Freibetrag, innerhalb dem sich Fremdwährungen zum Interbankenkurs wechseln lassen. Mit einem Freibetrag von 10’ respektive 50’000 im Monat richtet sich das Angebot jedoch klar an kleinere Unternehmen, die nur gelegentliche Zahlungen in Fremdwährungen haben. Wird der Freibetrag überschritten gilt ein Aufschlag von 0.4% – damit liegt Revolut Business gleichauf wie der teuerste Plan bei amnis. Es werden ausschließlich Britische IBANs zur Verfügung stellt.

6. Wise – hoch im Kurs bei Freelancer:innen

Wise, ehemals Transferwise, kommt ebenfalls aus Großbritannien und ist mit Expats groß geworden, die nach einer günstigen Möglichkeit suchten, um Geld in die Heimat zu schicken. Im deutschsprachigen Raum ist Wise durch Partnerschaften mit Neobanken und FinTech Unternehmen vertreten.

Der Fokus von Wise liegt auf der Ausführung von Fremdwährungs-Zahlungen. Dank der unkomplizierten Abwicklung erfreut sich die Lösung insbesondere bei Freelancer:innen einer wachsenden Beliebtheit. Mit über 150 Währungen deckt Wise, neben amnis, die größte Bandbreite an handelbaren Währungen ab. Die Wechselkurs-Aufschläge sind bei Wise abhängig vom Volumen, allerdings vergleichsweise hoch und auch im besten Falle nicht unter 0.40%.

7. Devisengeschäfte über die Hausbank – manuell und intransparent

Natürlich ist es für KMU auch möglich, Währungsgeschäfte über die Hausbank abzuwickeln. Die schlechteste Variante ist dabei, Fremdwährungszahlungen über das eigene lokale Konto laufen zu lassen – die hierbei angewendeten Wechselkurse sind oft sehr schlecht und 2% oder mehr an Kosten keine Seltenheit.

Viele Prozesse sind bei den meisten Banken noch sehr manuell und unflexibel, die Gebühren oft intransparent – nicht selten laufen Devisengeschäfte bei Banken auch heute noch übers Telefon. Digitale Lösungen für KMU bieten leider die wenigsten Banken und wenn, dann zumeist erst ab einem relativ hohen jährlichen Mindestumsatz. Der Devisenhandel für KMU widerspiegelt oft nicht den technologischen Fortschritt wieder.

 


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Michael Wüst
Michael Wüst is the CEO and Co-Founder of amnis. He regurarly writes news articles and publishs best pratices guides about Foreign Exchange, Hedging, International Payments, Treasury Management and more. Follow him on LinkedIn, Twitter and Facebook to keep up with the latest industry news and insights.
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