Ausgaben zu verstehen bedeutet mehr, als Kosten einfach nur zu erfassen. Wie Ausgaben kategorisiert werden, beeinflusst direkt Finanzberichte, Cashflow-Analysen und steuerliche Ergebnisse. Wenn Unternehmen die richtigen Buchhaltungs-Ausgaben-Kategorien anwenden, können sie Kostentreiber erkennen, Ineffizienzen frühzeitig identifizieren und sicherstellen, dass Ausgaben korrekt für Audits und Steuererklärungen dokumentiert werden. Dieser Leitfaden erklärt die wichtigsten Kategorien für Ausgaben in der Buchhaltung und zeigt, wie sie in der Praxis angewendet werden.
Was sind Buchhaltungs-Ausgaben-Kategorien?
Buchhaltungs-Ausgaben-Kategorien sind standardisierte Klassifizierungen, mit denen Unternehmen ihre Ausgaben erfassen und analysieren. Diese Kategorien helfen dabei, Geschäftsausgaben nach Art, Zweck und finanzieller Auswirkung zu strukturieren. Eine korrekte Kategorisierung sorgt für präzise Finanzberichte, vereinfacht die Steuererklärung und verbessert die Kostenkontrolle.
Typische Ausgabenkategorien sind:
-
- Betriebliche und ausserbetriebliche Ausgaben
- Fixe und variable Kosten
- Investitionsausgaben (CapEx)
- Abzugsfähige und nicht abzugsfähige Ausgaben
Die Klassifizierung von Ausgaben in der Buchhaltung hilft Unternehmen, ihre Performance über verschiedene Zeiträume zu vergleichen, zukünftige Kosten besser zu planen und fundierte finanzielle Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig wird es einfacher, Ausgaben zu kategorisieren und einheitlich zu dokumentieren.
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Buchhaltungs-Ausgaben-Kategorien
Ausgaben können auf verschiedene Weise kategorisiert werden – je nachdem, wie sie sich auf den Geschäftsbetrieb, die Finanzberichterstattung und die Besteuerung auswirken. In den folgenden Abschnitten werden die häufigsten Buchhaltungs-Ausgaben-Kategorien erläutert, jeweils mit einer kurzen Beschreibung.
| Ausgabenart | Beschreibung |
|---|---|
| Betriebliche Ausgaben | Kosten im Zusammenhang mit dem Kerngeschäft |
| Ausserbetriebliche Ausgaben | Kosten, die nicht mit dem Kerngeschäft zusammenhängen |
| Fixe Ausgaben | Kosten, die über die Zeit konstant bleiben |
| Variable Ausgaben | Kosten, die je nach Aktivitätsniveau schwanken |
| Halbvariable (gemischte) Ausgaben | Kosten mit fixen und variablen Bestandteilen |
| Investitionsausgaben (CapEx) | Langfristige Investitionen in Vermögenswerte |
| Herstellungskosten (COGS) | Direkte Kosten für die Herstellung von Produkten oder die Erbringung von Dienstleistungen |
| Abzugsfähige Ausgaben | Steuerlich abzugsfähige Geschäftsausgaben |
| Nicht abzugsfähige Ausgaben | Ausgaben, die steuerlich nicht abzugsfähig sind |
Betriebliche Ausgaben
Betriebliche Ausgaben sind Kosten, die im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit entstehen. Zu diesen Kategorien gehören beispielsweise Miete, Nebenkosten, Löhne, Marketing oder Büromaterial. Sie sind notwendig, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten, stehen jedoch nicht direkt mit der Produktion von Waren oder Dienstleistungen in Verbindung.
Beispiele sind:
-
- Büromiete und Nebenkosten
- Marketing- und Werbeausgaben
- Löhne, Gehälter und Sozialleistungen
- IT-Dienstleistungen und Software-Tools
Ausserbetriebliche Ausgaben
Ausserbetriebliche Ausgaben sind Kosten, die nicht direkt mit der Kernaktivität eines Unternehmens zusammenhängen, sondern meist aus Finanzierungs- oder Investitionstätigkeiten entstehen. Beispielsweise werden Zinszahlungen für einen Unternehmenskredit als ausserbetriebliche Ausgaben erfasst.
Beispiele sind:
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- Zinszahlungen auf Darlehen
- Verluste aus dem Verkauf von Vermögenswerten
- Verluste aus Wechselkursveränderungen (FX-Verluste)
Fixe Ausgaben
Fixe Ausgaben sind Kosten, die unabhängig von Produktionsmenge, Umsatz oder allgemeiner Geschäftstätigkeit weitgehend konstant bleiben. Diese Ausgaben sind gut planbar und fallen regelmässig an – monatlich, quartalsweise oder jährlich.
Beispiele sind:
-
- Büromiete
- Versicherungsprämien
- Fixe Löhne und Gehälter
Variable Ausgaben
Variable Ausgaben verändern sich abhängig von der Geschäftstätigkeit, dem Umsatz oder der Produktionsmenge. Steigt die Aktivität, steigen auch diese Kosten; sinkt sie, gehen die Ausgaben entsprechend zurück. Variable Kosten sind stark mit Nachfrage und operativer Leistung verknüpft.
Beispiele sind:
-
- Rohmaterialien
- Verpackungskosten
- Versandkosten
- Transaktionsgebühren
- Stundenlöhne
- Verkaufsprovisionen
Halbvariable (gemischte) Ausgaben
Halbvariable Ausgaben bestehen aus einem fixen und einem variablen Anteil. Ein Teil der Kosten bleibt konstant, während der restliche Anteil je nach Nutzungs- oder Aktivitätsgrad schwankt. Diese Ausgaben sind komplexer zu analysieren, da fixe und variable Bestandteile getrennt betrachtet werden müssen.
Beispiele sind:
-
- Strom- oder Wasserrechnungen mit Grundgebühr
- Gehälter mit leistungsabhängigen Bonuszahlungen
- Serviceverträge mit nutzungsabhängigen Gebühren
Investitionsausgaben
Investitionsausgaben sind Ausgaben für den Kauf, die Verbesserung oder die Erweiterung von langfristigen Vermögenswerten, die über mehrere Buchhaltungsperioden hinweg genutzt werden. Diese Kosten werden nicht sofort als Aufwand verbucht, sondern aktiviert und über Abschreibungen oder Amortisationen verteilt.
Beispiele sind:
-
- Maschinen
- Fahrzeuge
- Gebäude
- Computer
- grössere Software-Systeme
Herstellungskosten
Die Herstellungskosten umfassen alle direkten Kosten, die mit der Produktion von Waren oder der Erbringung von Dienstleistungen verbunden sind. Sie müssen dem Umsatz gegenübergestellt werden, um den Bruttogewinn korrekt zu berechnen.
Beispiele sind:
-
- Direkte Arbeitskosten
- Rohstoffe und Komponenten
- Produktionsmaterialien
- Produktionsbezogene Gemeinkosten
Abzugsfähige Ausgaben
Abzugsfähige Ausgaben sind Kosten, die steuerlich geltend gemacht werden können, sofern sie für legitime geschäftliche Zwecke anfallen. Eine korrekte Klassifizierung hilft Unternehmen, ihre Steuerlast zu reduzieren und Fehler bei Prüfungen oder Audits zu vermeiden.
Beispiele sind:
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- Büromiete und Nebenkosten
- Beratungs- und Dienstleistungskosten
- Geschäftsreisekosten
- Marketing- und Werbekosten
Nicht abzugsfähige Ausgaben
Nicht abzugsfähige Ausgaben sind Kosten, die gemäss geltenden Steuervorschriften nicht zur Reduktion des steuerbaren Einkommens verwendet werden dürfen. Diese Ausgaben müssen dennoch vollständig erfasst werden, sollten jedoch klar von abzugsfähigen Ausgaben getrennt ausgewiesen werden.
Beispiele sind:
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- Bussen und Strafen
- Private Ausgaben
- Bestimmte Bewirtungs- und Unterhaltungskosten
- Politische Spenden
Best Practices für eine korrekte Ausgabenerfassung und Berichterstattung
Die Einhaltung bewährter Best Practices hilft Ihnen dabei, Transaktionen in den richtigen Konten zu verbuchen und präzise Reports zu erstellen, die Forecasting und Budgetplanung unterstützen. Gleichzeitig reduzieren Sie Audit-Risiken und verhindern Überschreitungen von Budgets über Teams und Abteilungen hinweg.
Implementieren Sie eine klare Ausgabenrichtlinie
Eine klare Ausgabenrichtlinie bildet die Grundlage für ein effizientes Ausgabenmanagement. Sie definiert Regeln und Erwartungen für Mitarbeiterausgaben, Rückerstattungen und Reporting. Dazu gehören zulässige Ausgaben, erforderliche Belege, Freigabeprozesse und Fristen. Klare Richtlinien reduzieren Unklarheiten, verhindern Missbrauch von Unternehmensmitteln und erleichtern interne Genehmigungsprozesse.
Nutzen Sie automatisierte Buchhaltungssoftware
Manuelle Buchhaltung ist fehleranfällig und zeitaufwendig. Automatisierte Buchhaltungssoftware beschleunigt Prozesse und sorgt gleichzeitig für mehr Genauigkeit. Durch die Integration verschiedener Systeme können Daten aus Kreditkarten, Bankkonten und Rechnungen zentral zusammengeführt werden. Das reduziert administrativen Aufwand und ermöglicht eine Finanzberichterstattung in Echtzeit.
Automatisierte Workflows sind besonders hilfreich bei wiederkehrenden Transaktionen wie Software-Abonnements, Marketing-Tools oder Reisekosten, da diese konsistent kategorisiert werden können – ohne manuelle Eingaben.
Führen Sie regelmässige Audits durch
Regelmässige Audits helfen dabei, Fehler und Unregelmässigkeiten frühzeitig zu erkennen, bevor sie die Finanzberichterstattung beeinflussen. Prüfen Sie Ausgaben auf fehlende Belege, falsche Freigaben oder auffällige Muster wie wiederholte Ausgaben mit hohem Betrag. Vergleichen Sie zudem erfasste Ausgaben mit Budgetvorgaben, um Überschreitungen frühzeitig zu erkennen. Es ist sinnvoll, sowohl Stichprobenkontrollen als auch geplante Prüfzyklen zu etablieren, um Prozesse kontinuierlich zu verbessern. Dieser proaktive Ansatz stärkt nicht nur die Compliance, sondern auch die internen Kontrollen.
Ausgaben konsistent kategorisieren
Definieren Sie klare Kategorien wie Reise- oder Softwarekosten und wenden Sie diese konsequent in allen Abteilungen an. Ergänzend können Unterkategorien oder Kostenstellen für Projekte, Teams oder Regionen eingesetzt werden, um Ausgaben detaillierter zu verfolgen. Schulen Sie Mitarbeitende in der korrekten Zuordnung und überprüfen Sie Buchungen regelmässig, um Fehlklassifizierungen frühzeitig zu erkennen. Dadurch werden Reports präziser und Finanzberichte spiegeln das tatsächliche Ausgabeverhalten des Unternehmens besser wider.
Klare Budgetlimits setzen
Klare Budgetlimits helfen, Ausgaben zu kontrollieren und Kostenüberschreitungen zu vermeiden, während Teams gleichzeitig Verantwortung übernehmen. Mit Kartenlösungen, die flexible Ausgabenlimits und Steuerungsmöglichkeiten für einzelne Karten oder Kartengruppen bieten, können Finance-Teams definieren, wie viel einzelne Mitarbeitende, Teams, Abteilungen oder Projekte ausgeben dürfen. Diese Transparenz ermöglicht es, frühzeitig einzugreifen, wenn sich Ausgabemuster in Richtung Budgetüberschreitung entwickeln.
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amnis vereinfacht Buchhaltung und Ausgabenmanagement, indem Vorkontierungsregeln, KI-gestützte Belegverarbeitung und tiefe Buchhaltungsintegrationen auf einer einzigen Plattform kombiniert werden. Mit Funktionen wie Expense AI und Doc2Pay können Finance-Teams die Verarbeitung von Belegen und Dokumenten automatisieren, um manuellen Aufwand zu reduzieren und die Datenqualität zu verbessern. Definieren Sie Vorkontierungsregeln wie Zahlungstypen, während KI-gestützte Belegerkennung Belege automatisch den richtigen Kontakten, Mehrwertsteuersätzen und Kategorien zuordnet.
Alle Transaktionen können in automatisierte Reports einfliessen, um Ihr Multiwährungs-Konto vollständig in Ihre bestehenden Buchhaltungssysteme zu integrieren – für volle Transparenz und Kontrolle über Buchhaltung und Ausgabenmanagement.
Die wichtigsten Funktionen im Überblick:
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- Individuelle Vorkontierungsregeln: Definieren Sie erlaubte Transaktionstypen und weisen Sie automatisch Kategorien, Kostenstellen und Mehrwertsteuersätze zu
- KI-gestützte Belegverarbeitung: Erfassen Sie Belege, ordnen Sie MWST und Kategorien zu und speichern Sie alle Dokumente zentral an einem Ort
- Konfigurierbare Firmen-Debitkarten: Unterstützen Sie Teams und temporäre Projekte mit flexiblen Limits, Regeln und optionalen Ablaufdaten
- One-Click-Erinnerungen: Fehlen Belegdaten? Erinnern Sie Karteninhaber mit nur einem Klick daran, fehlende Informationen zu ergänzen
- Automatisiertes Reporting: Erstellen Sie zeit- oder ausgabenbasierte Reports, die in Ihre Buchhaltungssoftware exportiert werden können
- Smarte Integrationen: Erweitern Sie Ihre Workflows mit Integrationen wie bexio (Kartentransaktionen), Kontera (Vorkontierung) und Edi (Ausgabenmanagement)
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FAQ – Ausgabenkategorien in der Buchhaltung
Ja. Vorkontierungsregeln weisen Transaktionen automatisch Kategorien, Kostenstellen und Mehrwertsteuersätze zu, sodass die Ausgabendaten direkt für den Export in Buchhaltungssysteme bereitstehen.